Recording Sessions

 

 

 

 

 

Surfin Safari

 

 

Surfin Safari: Sonntag, 5. August

 

Die Beach Boys nehmen im Capitol Studio in einer Drei-Stunden-Session die Lieder „Country Fair“, „Moon Dawg“, „Cuckoo Clock“ und „Head you win tails I lose“ auf. Die Sessions gestalten sich recht einfach – sie nehmen zunächst die Instrumente bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug auf, danach steuern sie die Stimmen bei. Nick Venet ist auf zwei der Lieder vertreten. Auf „Moon Dawg“ ist sein Brummen zu hören, auf „Country Fair“ übernimmt er die Rolle des Jahrmarktschreiers. Die Freundin seines Bruders Steve – Andrea Carlo – übernimmt die Rolle der Frau. Es ist anzunehmen, dass Derry Weaver, von welchem Moon Dawg geschrieben wurde, ebenso an den Sessions teilnimmt. Um diese Person ranken sich allerdings Gerüchte. Es gibt einen Derry Weaver welcher ein Gitarrist der Gamblers war. Venet erzählte Jahre später allerdings, er habe den Namen seines Freundes benutzt um seine Kompositionen darunter zu vertreiben und einmal als Nick Venet (Produzent) und ein zweites Mal als Derry Weaver (Komponist und Studiomusiker) bezahlt zu werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass der Gamblers-Gitarrist zur Unterstützung als Studiomusiker anwesend war.

 

6. August

 

Die Beach Boys nehmen in einer weiteren drei Stunden Session „Little Girl (you are my miss america), Land Ahoy und „Summertime Blues“ auf. Abermals taucht der Name Derry Weaver auf den Session-Sheets auf.

 

8. August

 

Eine weitere drei-Stunden-Session in den Capitol Studios, wieder taucht der Namen „Derry Weaver“ auf den Session-Sheets auf. Die Gruppe nimmt „Ten little Indians“, „Chug a Lug“ und „The Shift“ auf.

 

Love ist nicht glücklich damit, wie das Debütalbum aufgenommen wird. Vor allem Venet steht in der Kritik welcher die Aufnahmen produzieren möchte, allerdings immer nur kurz anwesend ist da er zeitgleich in New York mit Bobby Darin aufnimmt.

 

Auch Brian ist nicht glücklich. Ihm gefällt die Akustik im Capitol Studio nicht, welches eigentlich für die Live Aufnahmen von Big Bands und Orchester konzipiert ist. Er macht sofort den Vorschlag, dass die Beach Boys zukünftig in einem anderen Studio aufnehmen dürfen und dass er für die Aufnahmen verantwortlich ist.

 

Brian will dies unbedingt durchsetzen und sie einigen sich schließlich auf einen Kompromiss. Die Beach Boys bezahlen die Mehrkosten für das Studio aus eigener Tasche, im Gegenzug dazu erhalten sie von Capitol höhere Tantiemen.

 

 

 

 

Surfin USA

 

Die Beach Boys mieten sich am 2. Januar wieder in den Western Studios ein. Brian gefällt der Sound dieses Studios. Sie arbeiten an dem Titel „Punchline“, ein Surf-Instrumental. Es beinhaltet eine Hammond Orgel und Gelächter. Das von Brian geschriebene Stück wird von Murry Wilson produziert - und bleibt bis ins Jahr 1993 unveröffentlicht.

 

 

Am 5. Januar erfolgt die nächste Session, abermals werden drei Stunden gebucht. Die Gruppe nimmt dabei das 3-Spuren-Aufnahmegerät der Western Studios in Anspruch. Sie nehmen an diesem Tag „Surfin USA“ und „Shut Down“ auf. Ebenso beginnen die Arbeiten an „Farmers Daughters“ und „Lana“. Obwohl Nick Venet wieder als offizieller Produzent geführt wird hat Brian einen viel größeren Einfluss als bei Surfin Safari. Während der Sessions kommt Brian die Idee, die Lead-Stimmen zu verdoppeln und einen besseren Klang zu erzeugen. Wer das Schlagzeug bei dieser Session spielt bleibt ein Rätsel. Hal Blaine, der erst im Juni 1963 mit den Beach Boys arbeitete, erklärte in seiner Biographie er habe das Schlagzeug gespielt. Selbiges behauptete auch Frank DeVito vor einigen Jahren. Der Session-Sheet weißt allerdings Dennis Wilson als Schlagzeuger aus.

 

Am 16. Januar unterbrechen die Beach Boys ihre Ostküstentournee und Mieten die „Fine Studios“ in New York. Dort wird an den Titeln „Farmers Daughters“ und „Lana“ weiter gearbeitet.

 

 

Am 18. Januar arbeitet Brian an einer weiteren Session für das Lied „Ride away“. Brian spielt Gitarre, Bass und Keyboard. Weiteres sind Sexophonist Steve Douglas und Schlagzeuger Ed Hall anwesend.

 

Am 31. Januar werden die Vocals für „Surfin USA“ und „Shut Down“ aufgenommen. Zudem werden die Instrumente für „Farmers Daughters“ und „Lana“ vervollständigt.

 

 

11. Februar – in den Capitol Studios nimmt die Band im „alten Stil“  „Let´s go trippin“, „Honky Tonk“, „Misirlou“ und „Noble Surfer“ auf. Für „Nobel Surfer“ werden 39 Vocal-Versuche benötigt. Ebenso werden Vocals für „Farmers Daughters“ und „Lana“ aufgenommen. Die Sessions gehen bis 2 Uhr morgens.

 

Am 12. Februar nehmen sie in den Capitol Studios die Titel „Finders Keepers“, „Surf Jam“ und „Stoked“ auf. Als die Sessions um 1 Uhr morgens zu Ende sind ist das zweite Album beendet.

 

 

 

9. Mai

 

Brian bucht eine weitere Session mit Bob Norberg um den Titel „Surfer Moon“ aufzunehmen. Die Musik Verleger Nevis-Kirshner bezahlen die Session. Brian bucht zum ersten Mal Schlagzeuger Hal Blaine